Projektziele

Bei Neugründungen oder Unternehmensübernahmen werden häufig Investitionsentscheidungen getroffen, die weitreichende Folgen für den mittel- und langfristigen Unternehmenserfolg haben. Die präventive Berücksichtigung von Sicherheits-, Gesundheits-, Umwelt- und Qualitätsaspekten bei der Investitionsplanung birgt große Potenziale für die zukünftige Unternehmensentwicklung.

Diese für den nachhaltigen Unternehmenserfolg relevante Themen spielen bei der Beratung von Existenzgründern sowie bei der Übergabe und Übernahme bislang kaum eine Rolle und diesbezügliche Folgewirkungen von Investitionsplanungen sind daher nur wenigen Existenzgründern und Unternehmensnachfolgern bewusst.

Ziel des Projektes "Sicher investieren und gesünder arbeiten" war es, im Land Nordrhein-Westfalen ein Unterstützungs- und Beratungsangebot zu entwickeln, das Existenzgründern und Gründungsberatern helfen sollte, insbesonders Aspekte der sicheren und gesundheitsgerechten Arbeits- und Produktgestaltung sowie des betrieblichen und produktbezogenen Umweltschutzes selbständig in die Planung von Investitionsvorhaben einzubeziehen.

Kernstück dabei war die Entwicklung und Erprobung eines selbständig einsetzbaren Investitions-Checks, der sichtbar macht, wie sich die thematischen Aspekte bei der Planung von Investitionsvorhaben auswirken und wie sie ausreichend berücksichtigt werden können. Darüber hinaus liefert dieser Investitions-Check wichtige Argumente für eine auf lange Sicht durchdachte Investitionsplanung, die nun auch bei der Erstellung des Businessplans eingebunden werden können.

Die Thematik Unternehmensnachfolge ist in den letzten Jahren zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gelangt. Viele Unternehmer und Unternehmerinnen stehen vor der Herausforderung, ob und wie sie das Fortbestehen ihres Unternehmens organisieren und realisieren sollen. Dies ist nicht nur für das einzelne Unternehmen von Bedeutung, sondern auch von arbeits- und wirtschaftspolitischem Interesse, denn Friktionen bei der Unternehmensnachfolge können das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigungsquote negativ beeinträchtigen.

Unter anderem fehlen in vorhandenen Schulungs- und Beratungsangeboten zur Thematik der Unternehmensnachfolge qualitative Bewertungs- und Gestaltungsaspekte für die Bereiche der Produktsicherheit und der Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit sowie des produkt- und produktionsintegrierten Umweltschutzes.

Deshalb soll u.a. eine integrierte Handlungshilfe zur Bewertung der betrieblichen Arbeitsschutz- und Umweltschutzorganisation im Zuge des Nachfolgeprozesses anhand der Anforderungen und Nutzungsgewohnheiten der beiden Zielgruppen ÜbergeberInnen und NachfolgerInnen entwickelt werden.

Mit Hilfe dieser Handlungshilfe sollen Berater und Beraterinnen besser in die Lage versetzt werden die Bereiche Sicherheit und Gesundheit sowie Umweltschutz in die Unternehmensbewertung und die Nachfolgeberatung einfließen zu lassen.






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